Börsenordnung Kleintiermarkt

Stand: 01.05.2018

- I. Allgemeiner Teil –
Die Börsenordnung wurde erlassen von:

Kleintierzuchtverein RN69 Buch und Umgebung e.V.  56290 Buch

1. Geltungsbereich, Veranstalter und Börsenverantwortlicher
Diese Börsenverordnung gilt für die Tierbörse:
„Kleintiermarkt auf dem Sportplatz Kastellaun“ 56288 Kastellaun

Beginn und Ende der Börse: 8.00 Uhr – 12.00 Uhr

Die Börse wird veranstaltet durch:

Kleintierzuchtverein RN69 Buch und Umgebung e.V. 56290 Buch

Für Organisation und Durchführung ist verantwortlich:
Bernd Stoffel, Auf den Trieschen 16, 56290 Buch, Tel.: 06762 409096
2. Gegenstand der Börse
Die Börse dient ausschließlich dem Kauf und / oder Tausch von:

● Kaninchen, Meerschweinchen, Tauben und Vögeln

● Alle Arten von Geflügel
● Wildfange, Natur –und Artgeschützte Vogelarten sind nicht zugelassen
(vgl. Teil II Nr. 6 1. Absatz)
● Der Verkauf von Tierschutzgerechtem Zubehör und Fachliteratur durch die Anbieter ist gestattet.
3. Börsenteilnehmer
● Die Börse dient grundsätzlich dem Angebot von Tieren zum Verkauf oder Tausch von Privatpersonen.
● Es handelt sich um eine überregional beschickte Veranstaltung. Daher sind Anbieter aus Rheinland-Pfalz zugelassen.
● Gewerbsmäßige Züchter und Händler müssen im Besitz einer Erlaubnis § 11 Abs. 1 Satz 1 Nummer 3 TierSchG sein und diese auf Verlangen der zuständigen Behörde vorzeigen.
● Alle Anbieter müssen die durch die zuständige Behörde verfügten Auflagen, soweit sie die Anbieter betreffen, die relevanten tierschutzrechtlichen Bestimmungen und die Börsenordnung kennen und sich vor Börsenbeginn auf ihre Einhaltung verpflichten.
● Das Anbieten von Tieren ist nur nach vorheriger Anmeldung möglich.
● Jedem Anbieter steht nur der zugewiesene Platz zur Verfügung.

● Am Eingang sind pro benötigter Käfig 1,00 EUR an den Veranstalter zu zahlen (Bei Geflügel zusätzlich 1 EUR pro Käfig für die Einlasskontrolle durch einen Tierarzt)

● Anbieter, die Tiere in ungeeigneten Behältnissen anbieten, werden nicht zugelassen
bzw. der Börse verwiesen.
4. Allgemeine Durchführungsbestimmungen

● Der Besucherverkehr auf dem Börsenplatz beginnt um 8.00 Uhr und endet um 12.00 Uhr

● Tiere, insbesondere Hunde, die nicht auf der Tierbörse angeboten werden sollen, haben keinen Zutritt zum Börsengelände.
5. Ausübung des Hausrechtes
● Der Börsenverantwortliche und die Aufsichtspersonen sind gegenüber den Anbietern und Besuchern weisungsberechtigt. Sie können bei Zuwiderhandlungen gegen durch die zuständige Behörde verfügte Auflagen, die Börsenordnung oder tierschutzrechtliche Bestimmungen Personen von der Börse ausschließen.
● Bei schwerwiegenden Verstößen oder im Wiederholungsfall kann ein Anbieter oder Besucher zeitlich begrenzt oder auf Dauer von der Teilnahme an weiteren Börsen dieses Veranstalters ausgeschlossen werden.
- II. Angebot, Kauf und Tausch von Tieren -
6. Angebotene Tiere
● Das Anbieten von Wildfängen (Naturentnahmen) ist untersagt.
● Für Hühner und Puten ist eine Impfung gegen die Newcastle-Krankheit vorgeschrieben. Die Tiere müssen regelmäßig geimpft werden und unter einem ausreichenden Impfschutz stehen. Dies ist durch eine Impfbescheinigung nachzuweisen. Geflügel, für die die erforderlichen Bescheinigungen nicht vorgelegt werden können, sind von der Veranstaltung ausgeschlossen und werden zurückgewiesen.
* Jeder Verkäufer von Geflügel hat dem Veranstalter die Registriernummer vorzulegen.
* Es ist eine Tierärztliche Bescheinigung (nicht älter als 5 Tage) über eine klinische Untersuchung vorzulegen (bei Geflügel). Dies gilt nicht, wenn das Geflügel aus dem Bestand aus dem Rhein-Hunsrück-Kreis oder den direkt angrenzenden Kreisen (Cochem-Zell, Bernkastel-Wittlich, Birkenfeld, Bad Kreuznach, Mainz-Bingen, Rhein-Lahn-Kreis und Mayen-Koblenz) stammt.

● Enten und Gänse dürfen nur angeboten werden, soweit sie längstens sieben Tage vor der Veranstaltung Proben von 60 Tieren des jeweiligen Bestandes in einer von der zuständigen Behörde bestimmten Untersuchungseinrichtung virologisch mit negativem Ergebnis auf hochpathogenes aviäres Influenzavirus untersucht worden sind. Die Proben sind mittels Rachentupfer oder Kloaktentupfer zu entnehmen.

An Stelle der Untersuchung kann der Tierhalter Enten und Gänse zusammen mit Hühnern oder Puten halten, soweit die Hühner oder Puten dazu dienen, die Einschleppung oder Verschleppung der Geflügelpest in den Bestand frühzeitig zu erkennen. Daher ist die Anzahl von Hühnern oder Puten gem. Geflügelpestverordnung zu halten. Die gemeinsame Haltung ist durch Vorlage der Bestätigung durch die Veterenärbehörde über die Anzeige der gemeinsamen Haltung nachzuweisen.

Zum Verkauf kommendes Geflügel muss in einer Liste festgehalten werden, aus der die Adresse des Käufers und die Anzahl der Tiere hervorgeht. In dem Zusammenhang wird auf die Aufzeichnungspflichten in das Register gemäß § 2 Absatz 2 der Geflügelpestverordnung verwiesen.
● Das Anbieten giftiger und anderer Tiere, die dem Menschen gefährlich werden können, hat zu unterbleiben.
● Kranke, verletzte , geschwächte, abgemagerte oder solche Tiere, bei denen Verstöße gegen das Tierschutzgesetz, insbesondere § 6 (Amputation) oder § 11b (Qualzucht; vgl. „Gutachten zur Auslegung von § 11b des Tierschutzgesetzes“) festzustellen sind, gestresste Tiere oder Tiere mit sonstigen erheblichen Verhaltensauffälligkeiten dürfen nicht auf das Veranstaltungsgelände verbracht werden. Wird ein solches Tier während der Veranstaltung beobachtet, muss es umgehend abgesondert und im Bedarfsfall behandelt werden.
● Weibliche Tiere kurz vor der Geburt oder säugende Muttertiere, Jungtiere, die noch nicht entwöhnt sind sowie Tiere, die noch nicht selbständig Futter und Wasser aufnehmen können, dürfen nicht angeboten werden.
● Sämtliche nicht unter Punkt 2 genannten Tierarten sind vom Kleintiermarkt Sportplatz Kastellaun ausgeschlossen.
7. Abgabe von Tieren an Kinder und Jugendliche
● Tiere dürfen an Kinder und Jugendliche bis zum vollendeten 16. Lebensjahr nur im Beisein eines Erziehungsberechtigten abgegeben werden.
8. Allgemeine Anforderungen an die Präsentation der Tiere
● Die Tiere müssen spätestens um 8.00 Uhr in den dafür vorgesehenen Verkaufsbehältnissen auf dem Verkaufstand befinden.

● Die Anbieter müssen mit den Tieren das Börsengelände um 13.00 Uhr verlassen haben.

● Tiere sind ständig durch den Anbieter oder von ihm beauftragte geeignete Personen zu beaufsichtigen.
● In der Zeitspanne zwischen dem Erwerb eines Tieres und der Abreise des Erwerbenden muss das Tier am Verkaufsstand belassen werden.
● Unverträgliche Tiere müssen zu jeder Phase des Transports und der Börse getrennt gehalten werden.
● Das Anbieten von Futtertieren und Beutegreifern ist nicht erlaubt.
● Jeder Anbieter von Tieren hat eine ausreichende Anzahl geeigneter Behältnisse bereit zu halten, die er dem Käufer für den tiergerechten Transport zur Verfügung stellen kann.
9. Verkaufsbehältnisse
● Als Verkaufsbehältnisse sind nur solche Behältnisse zugelassen, die von ihrer Größe und den darin realisierbaren Umweltbedingungen den Ansprüchen der angebotenen Tiere gerecht werden.
„Bedingungen für das Anbieten von Tierarten“.
● Die Behältnisse müssen leicht zu reinigen und zu desinfizieren sein und vor jeder Wiederverwendung gereinigt und desinfiziert werden. Eine ausreichende Belüftung muss gewährleistet sein und ggf. ausreichend geeignetes Bodensubstrat vorhanden sein. Zur Vermeidung von unnötigem Stress dürfen die Behältnisse möglichst nur von einer Seite einsehbar sein. Sie sind mit geeigneten Rückzugmöglichkeiten (z.B. Wurzeln, Pflanzenbüschel oder andere Versteckmöglichkeiten) auszustatten, insbesondere wenn die angebotene Tiere nachtaktiv oder besonders stressanfällig sind.
● Die Behältnisse sind durch die Anbieter gegen das Hineingreifen und die Entnahme von Tieren durch Unbefugte zu sichern.
● Verkaufsbehältnisse müssen mindestens in Tischhöhe stehen.
● Um zu vermeiden, dass die Verkaufskäfige angerempelt oder durch Unbefugte aufgenommen werden, ist die Anordnungen zweier Tischreihen bei gleichzeitiger Positionierung notwendig. Ein ausreichender Abstand zwischen Besuchergang und Verkaufsbehältnisse muss gewährleistet sein.● Verkaufsbehältnisse dürfen nur gestapelt werden, wenn daraus keine Beeinträchtigung der Tiere, z.B. durch schlechte Luftführung, herabfallende Fäkalien, aggressive Auseinandersetzungen oder die Gefahr des Umfallens des Behälterstapels resultieren kann.
10. Besondere Bestimmungen zur Sicherstellung des Tierschutzes
● Geschlechtsbestimmungen mit Hilfsmitteln, z.B. Sonden, sind auf der Börse nicht zulässig
● Bei Tombolas dürfen keine Tiere oder befruchtete Eier als Preis abgegeben werden.
● Das Beklopfen oder Schütteln von Behältnissen mit Tieren ist tierschutzwidrig und deshalb zu verhindern.
● Das Herausnehmen der Tiere aus den Behältnissen darf nur durch den Anbieter bei Vorliegen eines triftigen Grundes, z.B. einer ernsten Kaufabsicht, erfolgen. Nicht statthaft sind: das Herausnehmen zu Werbezwecken sowie ein Herumreichen unter den Besuchern.
● Den Tieren muss unter Beachtung tierartspezifischer Anforderungen ausreichend Futter und Flüssigkeit in hygienisch einwandfreiem Zustand zur Verfügung gestellt werden.
● Beim Transport von Tieren sind die einschlägigen Bestimmungen des Tierschutzgesetzes und der Tierschutztransportverordnung zu beachten. Insbesondere dürfen den Tieren keine vermeidbaren Schmerzen, Leiden oder Schäden zugefügt werden. Der Transport der Tiere darf nur in geeigneten Transportmitteln unter zuträglichen Klimabedingungen und soweit erforderlich mit ausreichendem Sichtschutz erfolgen. Zur Auslegung können die CITES – Leitlinien für den Transport und die IATA – Richtlinien herangezogen werden.
● Die Aufbewahrung von Tieren in unbeaufsichtigt abgestellten Fahrzeugen ist verboten, wenn mit ungünstigen klimatischen Bedingungen zu rechnen ist.
11. Behandlung erkrankter Tiere
●Erkrankte oder verletzte Tiere sind abzusondern und nach Bedarf zu behandeln. Der folgende Tierarzt ist in Rufbereitschaft:
Dr. Eikelmann & Sigrid Scheu, Hasselbacher Str. 10, D-56288 Kastellaun
Handy-Nr. 0171 332 7936
12. Beratung und Information
● Name und Anschrift des Anbieters sind an gut sichtbarer Stelle unmittelbar am Angebotsplatz anzubringen.
● Der Anbieter hat den Käufer bzw. Tauschpartner über die Haltungs-, Fütterungs – und Pflegebedingungen der angebotenen Tiere fachkundig zu beraten.
● Tieranbieter müssen die Käufer auf eine mögliche Trächtigkeit von Tieren hinweisen.